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Ansprache des Vorsitzenden anlässlich 50-jähriges Gründungsfest

Verehrte Festgäste

Verehrte Festgäste,

am heutigen Geburtstagsfest der FWG Mehlmeisel, ist es für mich eine besondere Ehre, ihnen einen Rückblick auf ein halbes Jahrhundert Vereinsgeschichte und erfolgreiche Kommunalpolitik vortragen zu dürfen.

Ich weiß, dass Chroniken oft sehr langwierig sind. Deshalb habe ich mir vorgenommen, nur über die wichtigsten Eckdaten und einige bewegte Ereignisse, zu berichten.

 

 

Die FWG Mehlmeisel wurden im Jahre 1956 gegründet.

Gründungsmitglieder waren:

Lehnert Johann

Pöllmann Hermann

Geisler Robert

Lehnert Michael

Nickl Willi,

Schinner Josef

Kraus Josef

Fischer Richard

Prechtl Leopold

Glaser Xaver,

Wolf Fritz

Lehnert Rudolf

Völkl Michael

Es freut mich, dass unser Gründungsmitglied Lehnert Johann in bester Gesundheit (bis auf ein paar Wehwehchen) heute unter uns weilt!

Bei der Kommunalwahl 1956 wurden 3 Kandidaten der FW in den Gemeinderat gewählt.

Das Ziel der FWG Mehlmeisel war die aktive Mitarbeit in der Gemeindepolitik zum Wohle der Bevölkerung von Mehlmeisel, ohne sich parteipolitisch zu binden!

Diesem Ziel sind die FW von Mehlmeisel bis heute treu geblieben!

1966 wurde Richard Fischer als 1. FW zum Bürgermeister von Mehlmeisel gewählt!

In dieser Amtsperiode stellten die FW auch den 2.+ 3. BGM!

Bald zeigte sich, dass mit BGM Fischer und den Gemeinderäten der FW eine frische, aktive Mannschaft, versehen mit Sachverstand, Ideenreichtum, Zielstrebigkeit und vielen anderen positiven Eigenschaften an die Spitze unserer Gemeinde gewählt wurde, die Mehlmeisel zu sehr viel Aufschwung verhalf.

Viele neue Projekte wurden in Angriff genommen, die unsere Gemeinde über seine Grenzen hinaus als Wintersport- und Erholungsort bekannt und attraktiv machten.

 

So plante und baute man nach und nach:

- das Naherholungszentrum Bayreuther Haus mit Bayreuther Haus

- das Wildgehege mit Kinderspielplatz

- 1968 und 1969 die Skiliftanlagen

- den Klausenturm

- sowie Ausbau der Zubringerstraßen und der Parkplätze

- und vieles mehr

Zug um Zug wurde das Ortsbild unserer Gemeinde verbessert. Es stand der Ausbau der Ortsstraßen, die Erneuerung der Kanalisation, der Bau einer vollbiologischen Kläranlage, nur um an einige der wichtigsten Bauabschnitte zu erinnern, an vorderster Stelle!

1972 wurde Richard Fischer zum 2.Mal zum BGM mit überwältigender Mehrheit gewählt.

Neun Kandidaten der FWG zogen in den Gemeinderat ein.

 

 

Eine dicke Kröte hatten die Verantwortlichen unserer Gemeinde jedoch zu schlucken.

Mehlmeisel wurde aufgrund einer überörtlichen Gebietskorrektur aus dem Landkreis Kemnath- Oberpfalz, was sich heute noch oft an unserer Aussprache erkennen lässt, aus- und in den Landkreis Bayreuth eingegliedert.

Bei der 2. Gebietsreform stand man vor der Entscheidung, entweder nach Fichtelberg eingemeindet zu werden, oder eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Fichtelberg einzugehen.

Zähneknirschend entschied sich die Gemeinderegierung für die Verwaltungsgemeinschaft mit Fichtelberg. Ausschlaggebend war wohl das finanzielle Angebot der Staatsregierung. Denn Geld konnte BGM Fischer zur Verwirklichung seiner Gemeindeprojekte immer gebrauchen.

Eine Ehe die jedoch nicht von langer Dauer war und zur Freude der gesamten Bevölkerung von Mehlmeisel wieder bald geschieden wurde, wie sie noch hören werden!

1978 kandidierte Richard Fischer zu dritten Mal und wurde wiederum mit deutlicher Mehrheit zu BGM von Mehlmeisel gewählt.

Sechs Mitglieder der FW wurden in den Gemeinderat gewählt.

1978 schaffte man es, dass Mehlmeisel eine eigene Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger im Ort bekam.

Zu unser aller Bedauern verstarb unser Bürgermeister Richard Fischer im Jahre 1982 plötzlich und unerwartet nach einer schweren Krankheit !

Er hinterließ, sowohl bei der Freien Wählergemeinschaft, als auch in unserer Gemeinde, eine sehr schmerzhafte Lücke, die scheinbar ganz schwer zu schließen war.

Mehlmeisel hatte seinen Bürgermeister verloren, der im wahrsten Sinne des Wortes alle politischen Fäden in Mehlmeisel und auch außerhalb in der Hand hielt und immer, wenn es für Mehlmeisel erforderlich war, am richtigen Faden zog!

Die Freie Wählergemeinschaft ist Richard Fischer für sein Wirken zu sehr großem Dank verpflichtet und wird ihm immer ein würdiges und ehrendes Gedenken bewahren.

Mehlmeisel stand nach Tagen der Trauer um seinen verstorbenen Bürgermeister vor dem Problem einen Nachfolger zu finden, der dieses Amt im Sinne und mit der Ausdauer von Richard Fischer weiterführte ohne dabei den Überblick zu verlieren.

 

Sein Freund Johann Lehnert schien hier wohl die geeignete Person zu sein, da er viele Jahre mit Fischer als 2. BGM zusammenarbeitete. Er kannte die Zusammenhänge und hatte gute Beziehungen zu Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

1982 wurde er mit überwältigender Mehrheit von den Mehlmeiseler Bürgern in das Amt des 1. Bürgermeisters gewählt.

 

Johann Lehnert wusste, dass er als Nachfolger von Richard Fischer ein schweres Erbe übernehmen würde und im Privatleben auf vieles verzichten musste.

Doch auch er meisterte sein Amt mit viel Tatkraft und Einsatz zur vollsten Zufriedenheit der Bevölkerung von Mehlmeisel.

1984 stellte sich Johann Lehnert zum zweiten Mal als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung und wurde erneut in das Amt des 1. Bürgermeisters für weiter sechs Jahre mit einem überragenden Wahlergebnis von 96,2 % Stimmen gewählt.

 

 

Bürgermeister Lehnert meisterte in seiner Amtszeit seine Aufgaben in hervorragender Weise:

- Befestigung und Teerung weiter Straßen im Ortskern, teilweise in Eigenregie mit dem Bautrupp der Gemeinde

- Restausbau und Fertigstellung der Kläranlage

- Neubau des Doppelschleppliftes

- Regelung der Vermessungs-, Grundstücks- und Grundbuchangelegenheiten aus zurückliegenden Jahren, die noch nicht vollzogen waren

 

Zur Wiedererlangung der Selbstständigkeit unserer Gemeinde wurden durch ihm:

- die 1. Normenkontrollklage und die Durchführung eines Petitionsverfahren eingeleitet

- Unter seiner Leitung wurde die Neubauvorbereitung und Vorplanung eines neuen Gemeindezentrums geschaffen.

- Vorplanung Sportgelände trotz erheblicher Schwierigkeiten mit dem Wasserwirtschaftsamt

- und vieles mehr sind seine Verdienste

Johann Lehnert schied nach dieser Amtsperiode auf eigenen Wunsch aus dem Amt aus.

Der Verlust eines derartigen erfahrenen Kommunalpolitikers traf die FWG erneut sehr.

Er war seit 1956 aktiv als Angehöriger der Freien Wählergemeinschaft in der Gemeindepolitik tätig. Noch heute habe ich ein schmunzeln auf meinem Lippen, als er als amtierender Bürgermeister in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk nach einem typischen MEHLMEISELER Ausspruch, wir haben ja eine eigene Dorfsprache, gefragt wurde und er in Mundart wie folgt sagte:

Wennst nu a weng ............

Wir alle sind ihm für sein gezieltes Engagement gegenüber der Gemeinde Mehlmeisel und für seine Treue zur FWG Mehlmeisel sehr dankbar.

Sein Sohn Richard Lehnert stellte sich für die Wahlperiode ab 1990 als Bürgermeisterkandidat der FWG zur Verfügung und wurde trotz eines Gegenkandidaten mit deutlicher Mehrheit gewählt.

Mit ihm zogen weiter vier Kandidaten der FWG in den Gemeinderat ein.

Richard Lehnert war während seiner Amtszeit als Bürgermeister gleichzeitig halbtags bei der VG Fichtelberg angestellt.

Sein erklärtes Ziel, wofür er immer kämpfte, war die erneute Selbstständigkeit der Gemeinde Mehlmeisel und somit die Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft.

Nachdem Richard Lehnert 1994 dieses Ziel durch seinen unermüdlichen Einsatz erreicht hatte, trat er auf Anraten des Gemeinderates als 1. Bürgermeister zurück, um nach Ablegung entsprechender Prüfungen, die Stelle eines Verwaltungsleiters der Gemeinde Mehlmeisel besetzten zu können.

Für die außerordentliche Bürgermeisterwahl im September 1994 war Erwin Nickl nach Absprache mit den Gemeinderäten der übrigen im Gemeinderat vertretenen Parteien, als einziger gemeinsamer Kandidat vorgeschlagen worden.

Erwin Nickl wurde von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Mehlmeisel mit respektabler Mehrheit für das Amt des 1. Bürgermeisters bestätigt.

 

Am 1. 10 1994 trat er sein neues Amt an.

Nach kurzer Einarbeitungszeit stellt sich heraus, dass Erwin Nickl zurecht das Vertrauen sämtlicher Gremien und der Mehlmeiseler Bürgerinnen und Bürger besaß.

Seine unermüdliche Art zur Zusammenarbeit mit allen Gremien, seine kooperative Aufgeschlossenheit, sein Ehrgeiz, seine ganztägige Anwesenheit in der Gemeinde, sein Geschick bei Verhandlungen mit übergeordneten Dienststellen, sein Fleiß und viele andere positiven Eigenschaften, waren der Garant für sein erfolgreiches wirken als Bürgermeister.

Erwin Nickel war nicht nur ganztägig für die Gemeinde als Bürgermeister tätig, sondern nahm auch, soweit zeitlich irgendwie möglich, alle örtlichen und überörtlichen Termine wahr.

Durch seine freundliche, sympathische Erscheinung, allerorts bekannt, vertrat er Mehlmeisel in einer vorbildlichen Weise.

Sein Einzug in den Kreisrat war für ihn persönlich und für die FWG Mehlmeisel ein großer Erfolg !

Bei den Gemeindewahlen 1996 wurde Erwin Nickel in seinem Amt als 1. Bürgermeister bestätigt und weitere vier Kandidaten der FW zogen in den Gemeinderat ein.

Erwin Nickl und seine Gemeinderäte hatten sich als erstes Ziel gesetzt, die Gemeindefinanzen zu konsolidieren und den Gemeindehaushalt auf eine Basis zu stellen, bei der auch zukünftig Luft für wichtige bauliche Maßnahmen und andere gemeindliche Erfordernisse vorhanden war.

Es ist ihm gelungen, durch geschickte Verhandlungen und konsequente Haushaltsführung, die Gemeindefinanzen zu ordnen und den Haushaltsplan nicht zu überschreiten.

Erwin Nickl versuchte gemeindliche Vorhaben über alle Parteigrenzen hinweg immer zum Wohle der Gemeinde zu verwirklichen.

Die Hauptprojekte in seiner Amtszeit waren:

- Bau des Allwetterplatzes und Baubeginn der Sanitäranlagen auf dem Sportgelände

- Bau der Einfahrtstraße zur Kläranlage und Erstellung der Recyclinghalle

- Bau des Kindergartens, der am 01.09.1997 seiner Bestimmung übergeben wurde.

- Generalsanierung des Gesundheitsbrunnens, gemeinsam mit den Naturpark Fichtelgebirge.

- Erneuerung der Liftstraße bis zur Kreuzung Neugrünerstraße

Bereits 1998 wurde durch Erwin Nickl der Grundstock für das jetzige moderne Infozentrum "Mehlmeiseler Waldhaus" gelegt.

Am 13.09.1999 wurde durch ihn der Antrag auf Fördermitttel über die Euregio Ergebnis - Interrego III - für das "Waldhaus Mehlmeisel" gestellt.

Weiter wurden in seiner Amtszeit das "Mehlmeiseler Waldfest" die Weihnachtsserenade und der zur Tradition gewordene Weihnachtsmarkt, welcher heute einen großen Stellenwert in unserer Dorfgemeinschaft hat, ins Leben gerufen!

Im Jahr 2001 musste Erwin Nickl aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als 1. Bürgermeister niederlegen.

Bei der Bürgermeisterwahl im Jahre 2001, stellten die FW mit Ehlich Richard einen Bürgermeisterkandidaten, der seinen Gegenkandidaten unterlag. Nach 35 Jahren in Folge stellte die FWG Mehlmeisel keinen Bürgermeister.

Bei der Gemeinderatswahl 2002 stellten die FW keinen Bürgermeisterkandidaten.

In den Gemeindrat wurden gewählt:

Reger Karl Oswald

Pscherer Ulrich

Lehnert Heribert

Tauber Angelika

Die Freie Wählergemeinschaft hat zum heutigen Tage

14 werbliche und

45 männliche Mitglieder.

Als Vorstände fungierten:

Lehnert Josef von 1985 bis 1994 - fast ein ganzes Jahrzehnt

Nickl Erwin von 1994 bis 1995 - kommissarisch als 2.Vorstand

Nickl Erwin von 1995 bis 1996

Fröhlich Günter von 1996 bis 2000

Reger Karl Oswald von 2000 bis 2004

Heribert Lehnert ab 2004 bis heute

 

An dieser Stelle sei allen Mitgliedern und Gönnern, die in den zurückliegenden

50 Jahren, ihre Arbeit zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger, unserer

Jugendlichen und unserer Kinder, eingebracht haben ein herzliches

" Vergelts Gott " gesagt.

 

Sie alle haben durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit, an der 50-jährigen Vereinsgeschichte der Freie Wählergemeinschaft Mehlmeisel mitgeschrieben.

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